vom Fanatismus und der Konsequenz

 

Zwischen fanatischem Handeln und konsequentem Handeln besteht meiner Meinung nach ein Unterschied.

Während der fanatisch Handelnde aus dem Ego heraus etwas in die Welt produziert, ist der konsequent Handelnde anders motiviert. Dem Kopf, dem Gehirn, dem ES, das etwas sagt zu gehorchen, und zu dienen.

Konsequent zu handeln bedeutet für mich, aus dem Innersten heraus etwas in die Wege zu leiten und/oder etwas durchzuführen, bei etwas zu bleiben, etwas Neues zu verursachen. Meiner inneren Führung, meinem unmanifestierten Bewusstsein und Raum zu folgen.

Der Fanatiker handelt aus anderen Motiven. Er versucht, blind, irgendeinem Ideal nachzueifern, einer Vorgabe zu entsprechen, um sich aufzuwerten und sich besser zu fühlen.

 

Wikipedia sagt dazu:

Fanatismus

Als Fanatismus (von fr: fanatique oder lat: fanaticusgöttlich inspiriert) bezeichnet man
  • im engeren Sinn das Besessensein von einer IdeeVorstellung oder Überzeugung („ein fanatischer Anhänger einer Ideologie oder einer Gruppierung“),
  • im weiteren Sinn eine besonders hohe emotionale Wertschätzung bestimmter TätigkeitenInteressengebieteObjekte oder Personen (fanatischer „Motorrad-Freak“, „Harry Potter-Fan“ oder „Fußball-Fan“).

Kennzeichen

Fanatismus im engeren Sinn ist durch das unbedingte Fürwahrhalten der betreffenden Vorstellung und meistens durch Intoleranz gegenüber jeder abweichenden Meinung gekennzeichnet.

Der Fanatiker will häufig andere von seinen Ansichten überzeugen, der „missionarische Eifer“, lässt jedoch seinerseits keinerlei Zweifel an der Richtigkeit und dem besonderen Wert seiner Überzeugungen zu. Vielmehr verteidigt er sie gegen jede Infragestellung und ist dabei einer vernünftigen Argumentation nicht zugänglich. Die betreffende Vorstellung ist seinem kritischen Denken bzw. Reflexionsvermögen entzogen. Damit verbundene negative Konsequenzen für sich selbst oder andere werden als solche nicht erkannt bzw. anerkannt.

Konsequenz

 (von lateinischconsequi ‚folgen‘, ‚erreichen‘) ist eine – oft zwingende, mindestens jedoch mögliche – Folgerung. Je nach Kontext sind spezifischere Redeweisen üblich.

Umgangssprache

Umgangssprachlich beschreibt „konsequent“ u. a. die Zielstrebigkeit, Geradlinigkeit und Ausdauer (Willenskraft, Durchhaltevermögen) des Handelns einer Person. Ein gegenteiliges Verhaltensmuster würde dann „inkonsequent“ genannt, etwa, wenn eine geplante oder angekündigte Handlung unterlassen wird.

Philosophie

Formallogisch beschrieben ist eine Konsequenz eine Beziehung zwischen im einfachsten Fall zwei Sätzen, etwa: wenn A der Fall ist, dann muss oder wird vermutlich oder kann B der Fall sein. Die Beziehung zwischen den durch die Sätze A und B beschriebenen Sachverhalten kann eine logische Notwendigkeit sein, aber auch z. B. eine metaphysische Notwendigkeit oder eine durch Naturgesetze bzw. physikalische Gesetze beschriebene Ursachen-Folgen-Beziehung (siehe Kausalität).

Unter dem Stichwort Akrasia (Handeln wider besseres Wissen) wird der Fall diskutiert, dass eine Person eine Handlung ausführt, obwohl sie eine alternative Handlung für (wenigstens oberflächlich rational betrachtet) besser hält. Ein klassisches Beispiel ist das Essen von Süßigkeiten, obwohl die betroffene Person weiß, dass sie damit ihrer Gesundheit schadet und sie eigentlich auf ihre Gesundheit achten will.

 

Fotos. (c) lambertschuster.de

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