Brauerei im Bauch – Wir zeigen Ihnen, welche verheerenden Folgen auftreten können, wenn Sie nicht auf Ihren Darm achten

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Hallo,

dass Ihre Darmgesundheit für Sie ein unerlässliches Gut ist, wissen Sie. Was Sie jedoch sehr wahrscheinlich nicht wissen, ist, wie drastisch die Folgen sein können, wenn Sie auf Ihren Darm nicht achtgeben. Hier stellen wir Ihnen eine Krankheit vor, von der Sie kaum glauben werden, dass sie existiert, und vor der Sie sich dringend schützen sollten!
Der Gastroenterologe Justin McCarthy war höchst überrascht, als im Jahr 2010 ein 61-jähriger Patient in seine Praxis kam und über unerklärliche Trunkenheit in den letzten 5 Jahren klagte. Manchmal waren zwei Gläser Bier oder eine alkoholhaltige Praline Gründe für ein unverhältnismäßig betrunkenes Verhalten. Manchmal traten die Symptome nach dem Auslassen einer Mahlzeit, nach dem Sport oder auch nach Alkoholkonsum am Vortag auf. Die Ehefrau des Patienten war Krankenschwester und begann, im Laufe der 5 Jahre die zunehmende Trunkenheit zu dokumentieren, weil beide nicht verstanden, wie es dazu kommen konnte.
Im Jahr 2009 wurde der Mann schließlich mit 3,9 Promille ins Krankenhaus eingeliefert, ohne einen einzigen Schluck Alkohol getrunken zu haben. Die Ärzte glaubten ihm das allerdings nicht. Ein Jahr später untersuchte der Gasteroenterologe McCarthy den Darm des Mannes und fand neben dem Bakterium Helicobacter pylori noch ein weiteres Bakterium namens Saccharomyces cerevisiae. Dieser Hefepilz wird zum Backen und zum Gären während der Bierherstellung verwendet. Er hatte die Möglichkeit, sich im Darm des Mannes anzusiedeln, als dieser durch eine Antibiotikakur wegen eines Beinbruchs geschwächt war.
Im April desselben Jahres wurde der Patient für 24 Stunden ins Krankenhaus gebracht. All seine Habseligkeiten wurden auf Alkohol untersucht, und er durfte keine Besuche empfangen. Während seines Aufenthalts wurde ihm eine kohlenhydrathaltige Kost gegeben, denn genau das brauchte das Bakterium, um Alkohol herzustellen. Seine Alkohol- und Zuckerwerte wurden regelmäßig im Blut und im Atem gemessen – und erreichten tatsächlich 1,2 Promille! Da waren schließlich auch die Ärzte im Krankenhaus überzeugt. Nach der Behandlung der Darmflora und der Entfernung des feucht-fröhlichen Bakteriums trat bei dem Mann keine Trunkenheit mehr auf.
Die Krankheit, von der wir hier berichten, wird als Gut Fermentation Syndrome bezeichnet. Andere Bezeichnungen sind Auto-Brewery Syndrome (übersetzt: Eigenbrauer-Syndrom) und Endogenous Ethanol Fermentation.
Sie äußert sich dadurch, dass Patienten betrunken werden, ohne Alkohol zu trinken, da der im Darm angelagerte Hefepilz Saccharomyces cerevisiae Kohlenhydrate in den Trinkalkohol Ethanol umwandelt. Die frühesten Studien zu diesem Thema stammen aus Japan, und es gibt inzwischen bereits Studien, die erkrankte Kinder untersuchen.
Auch wenn sich diese Krankheit zunächst amüsant anhört, ist sie doch nur ein Beispiel, welche negativen Folgen einige schlechte Bakterien hervorrufen können.
Zum Glück gibt es jedoch Möglichkeiten, unseren Darm vor der Besiedlung unerwünschter Bakterien zu schützen.

 

MANN BRAUT BIER IM EIGENEN BAUCH

Carthage –

Da bekommt der Bierbauch eine völlig andere Bedeutung. Obwohl er mit 3,7 Promille im Blut in die Notaufnahme eingeliefert wurde, schwor der Patient, dass er keinen Alkohol getrunken hatte. Es stimmte. Der Mann hatte eine Infektion, die ihn zu einer lebendigen Brauerei machte.

Keiner wollte dem 61-jährigen Texaner glauben – weder die Ärzte, noch seine Ehefrau. Alle glaubten, dass der Mann ein starkes Alkoholproblem hätte.

Doch dann endlich, nach wochenlangen Schwindelanfällen und Sprachstörungen, fanden die Ärzte den Grund: Der Mann leidet an dem sogenannten Auto-Brauerei-Syndrom. Er war infiziert mit „Saccharomyces cerevisiae“ – einem Hefepilz im Darm des Patienten, der zusammen mit Glukose, Kohlenhydraten und Bakterien einen Gärungsprozess anregt.

Und der Mann braut „Bier“ in seinen inneren Organen. Jetzt bekommt der Patient ein Anti-Hefepilz-Medikament, das seiner Bauch-Brauerei ein Ende setzt.

– Quelle: http://www.berliner-kurier.de/5744024 ©2017

 

 

Text: Bodyfokus.de

Fotos (c) spiegel.de und Berliner Kurier

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