AUTOPHAGIE – FRÜHJAHRSPUTZ AUF ZELLEBENE

Das neue Jahr steckt nicht mehr ganz in seinen Kinderschuhen, Deine zu Neujahr gesetzten Ziele scheinen auch schon Schnee von gestern, und der Sommer mit all seinen Versuchungen (Eis, Eis, Eis!) rückt unaufhaltsam näher.

Die Fastenzeit ist bereits vorbei, und trotzdem hast Du das Gefühl, dass nicht alles rund läuft. Dass Dich irgendetwas tief im Inneren bremst. Sabotiert. Daran hindert, vom 5. in den 6. Gang zu schalten.

JA, GENAU! ABER WAS KANN ICH DAGEGEN TUN?

Du fragst Dich, was Du tun kannst, um Deinen Körper auch im Alltag mehr zu unterstützen und ihm entgegen zu kommen. Stetiger Ölwechsel, während Du fährst, quasi.

Ich kann Dich beruhigen: Das geht! Du benötigst keine lange Fastenzeit, um diesen Frühjahrsputz, diesen Ölwechsel zu vollziehen. Mit ein paar biologischen Grundkenntnissen und ein paar genialen Nahrungsmitteln lässt sich dies sogar sehr einfach in den Alltag einbeziehen.

 

WAS SIND DIE GRUNDLAGEN?

Wir werden Dir gleich Methoden und Nahrungsmittel nennen, die sich einfach in den Alltag einbinden lassen und ständig aushelfen, wenn’s mal wo brennt.

Die drei wichtigen Grundlagen, die Du dafür kennen musst, sind dabei Autophagie, Leber-Entgiftung und eine Darmkur. Doch zunächst der Reihe nach:

1. AUTOPHAGIE – FRÜHJAHRSPUTZ AUF ZELLEBENE

Zoomen wir zunächst etwas näher heran. Jede Zelle ist im Grunde eine eigenständige Fabrik. Sie produziert, sie verbraucht. Und sie häuft Abfall an. Kein Plastik, sondern molekularen Abfall, der nicht schnell an die Lymphe abgegeben werden kann.

An der Stelle kommt die Autophagie ins Spiel [1-2]. Sie ist der zelleigene Staubsauger, um diesen Abfall abzubauen. Das sind hauptsächlich Proteine: Alte Proteine, kaputte Proteine. Aber auch alte und kaputte Zellorganellen, etwa Mitochondrien.

In der Autophagie werden aber auch natürliche Killerzellen aktiv, die sich damit die Zeit totschlagen, nach alten Zellen Ausschau zu halten. Oder nach infizierten Zellen. Kommt die Autophagie also einmal ins Rollen, dann laufen diese Zellen zu Höchstform auf. Sie bauen diese Zellen ab, gewinnen aus ihnen Nährstoffe und geben diese an junge Zellen ab, die noch im Wachstum stecken.

Und so geben diese Zellen dem Körper ganz nebenbei eine Verjüngungskur.

WIE KANNST DU AUTOPHAGIE IM ALLTAG NUTZEN?

Die Zauberformel lautet „intermittierendes Fasten“. Fasten aktiviert nämlich die Autophagie und genannte Effekte. Allerdings musst Du nicht tagelang fasten, nein. 16 Stunden reichen völlig aus, um von den Effekten zu profitieren. 16 Stunden sind in etwa die Zeitdauer zwischen Abendessen und dem nächsten Mittagessen. Also: lasse das Frühstück einfach mal ausfallen und iss erst wieder zum Mittagessen.

Dies ist etwas ungewohnt, ja. Aber der Körper lernt schnell, die benötigte Energie aus Fettreserven und Nahrungsresten zu ziehen.

 

2. LEBER-DETOX: MIT EIN PAAR EINFACHEN TRICKS GANZ SIMPEL!

Ständig heißt es Detox hier, Detox dort. Detox ist ein klassisches Modewort, trifft den Nagel aber recht gut auf den Kopf: Entgiftung.

Was bedeutet das?

Stoffe lassen sich in wasserlöslich und wasserunlöslich einteilen.

Wasserlösliche Stoffe scheidet der Körper über den Urin aus. Kennen wir.

Wasserunlösliche Stoffe sind eher das Problem. Denn nur die Leber kann sie wasserlöslich „machen“ und an die Niere (–> Urin) weiterreichen. Dieses Löslich-machen geschieht zum einen über die sogenannten CYP-Enzyme (Cytochrom P-Oxidasen), durch Anhängen kleiner Reste wie etwa Glucuronsäure oder durch aktives Binden und Ausschleußen dieser Giftstoffe.

Entschuldige das Fachchinesisch, auf was möchte ich hier hinaus?

Leber-Detox funktioniert immer gleich:

  1. Reduziere Nahrungsmittel, die der Leber schaden: Alkohol, Zucker, Junk Food, unverträgliche Nahrungsmittel, Getreide
  2. Achte auf Nahrungsmittel, die die Leber beim Entgiften unterstützen. Welche sind das?

NAHRUNGSMITTEL, DIE DEN LEBER-DETOX UNTERSTÜTZEN

Dazu möchten wir Dir 10 Nahrungsmittel und 3 Supplements empfehlen, die sich bei uns bewährt haben:

Unsere 10 Detox-Nahrungsmittel:

  • Kombucha
  • Brokkoli
  • Artischocke
  • Kaffee (Halleluja!)
  • Kurkuma (als Gewürz)
  • Brennnessel (als Tee)
  • Chicoree
  • Zwiebelgewächse (Zwiebel, Knoblauch, Lauch)
  • Grüntee
  • Wassermelone

. Brokkoli könnte z.B. eine tägliche Beilage beim Mittag- oder Abendessen sein?!

Kommen wir abschließend noch zur Darmkur:

3. DARMOPTIMIERUNG: MIT VOLLGAS ZUR GESUNDHEIT!

Wir sagen immer wieder: Der Darm ist der Schlüssel zur Gesundheit.

Warum? Weil Dein Immunsystem zu 80% im Darm angesiedelt ist. 80% Deiner Immunzellen sitzen da und spielen Türsteher [3]. Ganz einfach.

Hier entscheidet sich, welche Krankheitserreger oder Giftstoffe in den Körper aufgenommen werden und welche draußen bleiben müssen. Hier entscheidet sich, welche Vitalstoffe vom Körper aufgenommen werden.

Ein gesunder Darm ist Grundlage. Ein gesunder Darm ist aber auch machbar.

Recht einfach sogar, wenn man weiß, wie. Denn es geht wieder darum, die bösen Schadstoffe draußen zu lassen, und gleichzeitig vermehrt Nutzstoffe aufzunehmen:

Es werden ein paar altbekannte Gesichter auftauchen (Pfefferminztee, Joghurt), die den Darm unterstützen, allerdings auch unerwartete (wie Proteinpulver, Süßkartoffeln und Leinsamen). Es lohnt sich!

 

FAZIT – FRÜHJAHRSPUTZ OHNE FRÜHJAHR

Wir müssen uns alle gelegentlich ausruhen – wir nennen das Urlaub. Wir können mental abschalten und mental den „Müll rausbringen“.

Unser Körper muss hin und wieder auch mal den Müll rausbringen – allerdings lässt sich längerfristiges Fasten (mehrere Tage bis hin zu Wochen) nicht immer in den Alltag einbauen.

Der heutige Artikel sollte Dir zeigen, wie Du dies schaffst – die besten Tricks sind oft einfacher, als Du vielleicht denkst.

 

 

 

(c) primal-state.de – herzlichen Dank

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